So machen wir das

„Mut steht am Anfang ... Glück am Ende.“ (Demokrit, griech. Philosoph 460-370 v. Chr.)

Unsere Aufgabe sollte sein, bei den Schülern Freude am Lernen zu wecken und -vor allem- Neugier zu erhalten. Dabei sollte nicht nur die Erfüllung akademischer Ziele im Mittelpunkt stehen.

Soziales Lernen – eine Begriffsklärung –
unterschiedliche Definitionen – Psychologie vs. Sozialpädagogik

Der Begriff Soziales Lernen stammt ursprünglich aus der Lernpsychologie, wurde jedoch -in etwas abgewandelter Bedeutung- auch von der Erziehungswissenschaft und der Sozialpädagogik aufgegriffen.
Das Soziale Lernen bildet eine der Grundlagen für das handlungsorientierte, problemlösende Lernen. Das Soziale Lernen ist eine Grundvoraussetzung für das Gelingen einer offenen Gesellschaft und dient dem Erwerb sozialer Kompetenz. Soziale Kompetenz ist dabei eine der Schlüsselqualifikationen.

Aus Perspektive der Pädagogik, bzw. aus Sicht der Erziehung ist Lernen grundsätzlich individuell und unvertretbar, nicht aber sozial.
Eigentlich sollte dies selbstverständlich sein, es wird aber in vielerlei Lernkonzepten verkannt oder übersehen, dass Lernen etwas ist bei dem man sich nicht vertreten lassen kann, jeder ist ganz auf sich angewiesen.

Missverständlich am Begriff „Soziales Lernen“ ist, dass wir zwar von anderen und/ oder mit anderen lernen – jedoch das Lernen an sich individuell ist. Das bedeutet, keiner kann „lernen lassen“, es kann einem keiner den Gefallen tun, für einen selbst zu lernen. Gefallen sind Handlungen, die man lassen oder auch delegieren kann.
Auch in einer Klassengemeinschaft (einer bestimmten Art von Gruppe) lernt nicht die Gruppe, sondern – so gut es eben geht – jeder in der Gruppe.

Den sozialen Charakter bekommt das Soziale Lernen durch die Erziehung, da das Erziehen selbst ein sozialer Vorgang ist. Indem man einer anderen Person etwas zeigt/ vermittelt entsteht ein zwischenmenschlicher Prozess. Es entsteht ein Bezug zu (mindestens) einer anderen Person, wie auch auf einen Sachverhalt.

SOFT-SKILLS: Verstehen, Lernen, Trainieren

www.soft-skills.com

 

 

Soziales Lernen an der RS Süd

1. Erkenntnisinteresse – Wem nützt es wie?

  • Jedem einzelnen Schüler (auf der Beziehungsebene/ Verantwortung…)
  • der Klassengemeinschaft (Teamgedanke)
  • der Schulgemeinschaft
    -> Schüler brauchen Regeln und Rituale!
  • den Eltern

Durch den „FREI_TAG“ (Anlehnung an FREI-Day) haben wir mehr Zeit die Persönlichkeit unserer Schüler auf unterschiedlichste Weise zu stärken, bzw. geben ihnen den nötigen Freiraum, um dies selbst zu erleben.
Das glückliche und zufriedene Menschen, weniger streiten, gesünder, aufnahmefähiger und kreativer sind, belegen viele Studien.

Soziales Lernen fördert Lebenskompetenz, dazu gehören: 

  • soziale Beziehungen 
  • Sinnfindung
  • Geborgenheit
  • selbstbestimmtes Handeln
  • Selbstakzeptanz
  • Umweltbewältigung
  • persönliche Weiterentwicklung

Daraus resultieren vier Fragen, die als Lernschritte für jeden einzelnen Schüler, (bzw. für eine Gemeinschaft) zu verstehen sind:

  • Wer bin ich?
  • Was brauche ich?
  • Was kann ich?
  • Was will ich?

Bedürfnisse, Träume und Niederlagen werden wahrgenommen, Ziele können formuliert werden, um Wege zu finden, diese zu verwirklichen.
Künftige Herausforderungen werden besser bewältigt.
Mehr Wohlbefinden (glücklich sein) lässt Schüler ein stärkeres Selbstwertgefühl entwickeln. Sie werden andern Menschen gegenüber offener und verständnisvoller. Unsere Schüler werden sich sukzessiv mehr zutrauen und ihre Ziele optimistischer verfolgen.

Diese Fähigkeiten sollten wir unseren Schülern vermitteln, um positiv in die Zukunft zu schauen und Herausforderungen in einer sich immer schneller wandelnden Gesellschaft entgegenzutreten.

Mögliche Freiräume, diesem Erkenntnisinteresse nachzukommen, kann der Frei_Tag (in Anlehnung an den/ als Anbahnung zum FREI-Day) in unserer Schule bieten.

www.deutschland.de

 

2. Anknüpfungspunkte – Was haben wir schon?

  • Sozialtraining (Lions Quest)

3. Ehrenwerte Hindernisse – Was will Beachtung finden?
Was hindert uns (noch)?

  • „Systemsprenger“ (Schüler, die -noch- nicht „funktionieren“) Wohin mit denen?
  • Geld!
  • 2. Lehrkraft erforderlich
  • Netzwerke?
 

4. Erste Schritte – Was tun?

  • Montag bis Donnerstag = Fachunterricht, in den Hauptfächern und ausgewählten anderen (neuen?!) Fächern.
  • Freitag = Thementag zum Sozialen Lernen (Projekttag), als Anbahnung an den FREI-Day
  • 2 Lehrer (möglichst Klassenlehrer und zweite Person)


Mögliche Strukturen für den Freitag könnten zum Beispiel sein
(Kernzeit: 4-6 Stunden):

  • gemeinsames Frühstück in der Klasse, danach Lions Quest
  • gemeinsames Frühstück in der Klasse, danach angewandtes Methodentraining, in dem Fach der anwesenden Lehrkraft, z.B. „Lernen lernen“ im Englischunterricht (Test: Welcher Lerntyp bin ich?), etc.
  • „Raus aus der Schule“ – Besuch außerschulischer Lernorte (z.B. Wald, Freizeithaus, Museum, Bauernhof, Betriebe…)
  • „Input“ zu bestimmten Themen, die Schüler bewegen (Projektgedanke), z.B. zum Thema „Nachhaltiger Konsum“; Experten einladen


Alternative FREI-Day: 

  • 1.-4. Stunde: an Projekten arbeiten. 
  • 5. Stunde: Vorstellung von (Zwischen-)Ergebnissen (evtl. auch Jahrgangsübergreifend/ Doppeljahrgang) 
  • 6. Stunde: STARK ins Wochenende
 
„Lehrer sollen nicht Fehlersucher sein, sondern Schatzsucher“ (Dr. phil. Ernst Fritz-Schubert, Erfinder des Schulfaches Glück)

LZ und Tutti

Lernzeit = „Fach“ LZ im „Basis-Unterricht“ integrieren (2*45 Min?!)
In dieser Zeit haben die Schüler die Möglichkeit an verschiedenen (Haus-)aufgaben selbständig zu arbeiten

Tutti = „Fach“ Tutorenzeit
Zu Beginn des Tages (für ca. eine halbe Stunde?! Montag bis Donnerstag) bei einem der beiden Klassenlehrer (Tutoren/ Coaches/ Mentoren?!).
In dieser Zeit haben die Tutoren Zeit, sich individuell um Belange einzelner Schüler zu kümmern (Gespräche führen o.ä.), bzw. allgemeinen „klassenorganisatorischen Kram“ zu erledigen. Wenn einzelne Gespräche geführt werden, wird „Tutti“ automatisch zu „LZ“ (es können HA gemacht, Absprachen für Projekte/ Gruppenarbeiten o.ä. getroffen, oder einfach „nur“ Vokabeln gelernt werden).

 

Gewaltprävention-Bausteine (Jens Mollenhauer) –

fest im Jahr buchen und verankern!

  • Für Schüler: Im Jahrgang 5, dann evtl. aufsteigend (s. Konzepte von J. Mollenhauer)
  • Für Lehrer: Vorab eine Fortbildung in der Schule

Anmerkung:

  • Behörde Kinder und Jugend (aus Buxtehude):
  • Frau Andersson (Kontakt herstellen)
  • Finanzielle Unterstützung z.B. durch: Schulverein/ Schul- Kreiselternrat, Rotarier, Lions Club, Sparkassen, Volksbanken, Krankenkassen,…
  • Die Lehrerfortbildung wird in der Regel durch die Landesschulbehörde bezahlt (nach Informationen von Jens Mollenhauer)