Zielsetzung

Schlüsselqualifikationen und Handlungskompetenzen

Schlüsselqualifikationen sind fächerübergreifende Qualifikationen, die unsere Schüler befähigen sollen, sich (bereits während ihrer Schulzeit, wie auch nach dem Abschluss ihrer Schullaufbahn) besser im Leben zurecht zu finden und auf verschiedene Anforderungen reagieren zu können. Vor dem Hintergrund, dass Wissen heute schneller veraltet als je zuvor, gewinnen Schlüsselqualifikationen im heutigen Leben zunehmend an Bedeutung.

Der gezielte Erwerb von Wissen fängt im Kindesalter an und hört genau genommen nie auf. Die Kenntnis verschiedener Methoden ist die Voraussetzung dafür, dass wir uns Wissen aneignen können. Untergeordnet wird die Methodenkompetenz der Handlungskompetenz, die sich wiederum in folgende Bereiche unterteilt:

Sozialkompetenz

Sozialkompetenz

Eine gut entwickelte Sozialkompetenz ist die Basis dafür, dass das Miteinander möglichst reibungslos funktioniert und das Schulklima entsprechend gut ist. Wichtig ist dabei, dass die Bereitschaft, Konflikte konstruktiv zu lösen hoch ist. Sozialkompetenz zeichnet aus, dass unsere Schüler situationsabhängig mit anderen Menschen in Interaktion treten können. Sie müssen miteinander kommunizieren können. Dafür brauchen sie ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit und Kommunikationsbereitschaft.

Persönlichkeitskompetenz

Persönlichkeitskompetenz

Persönlichkeits- (oder auch Selbstkompetenz) bedeutet, dass sich die Schüler selbst verorten, also Stärken und Schwächen einschätzen können. Das gibt unseren Schülern Selbstbewusstsein. Das Handeln unserer Schüler sollte durch Werte und Normen bestimmt werden, derer sie sich (bestenfalls) bewusst sind. Zudem geht es auch um individuelle Eigenschaften, z.B. wie stark Flexibilität oder Belastbarkeit beim Einzelnen ausgeprägt sind.

Fachkompetenz

Fachkompetenz

Fachkompetenz besitzt ein Schüler, wenn er über fachspezifisches Wissen verfügt, das ihm bei der Bewältigung von täglichen Aufgaben hilft. Dieser Grundstock sollte in der Schule gelegt werden, z.B. durch den Erwerb von Kenntnissen zu verschiedenen Themenbereichen (Fächern), die auf das weitere Lernen im Leben vorbereiten.

Methodenkompetenz

Methodenkompetenz

Die Methodenkompetenz ist deutlich allgemeiner. Generelles Wissen wird vermittelt, das fachübergreifend von Bedeutung ist. Lesen, Schreiben, Rechnen und alles, das dabei hilft, sich Fachwissen anzueignen und zu analysieren gehört dazu. Daher ist häufig von der Methodenkompetenz als Schlüsselkompetenz/ als eine Schlüsselqualifikation die Rede.

So sind Sozial-, Persönlichkeits-, Fach-, und Methodenkompetenz grundlegende Bestandteile, um Schlüsselqualifikationen bei Schülern auszubilden, wie beispielsweise:

  • Präsentationstechniken
  •  Ausdrucksfähigkeit
  •  Zeitmanagement
  •  Konfliktfähigkeit
  •  Teamfähigkeit
  •  Eigeninitiative
  • Führungsstärke
  • Durchsetzungsfähigkeit
  • Organisationsvermögen
  • Belastbarkeit
  • Problemlösefähigkeit
  • Leistungsbereitschaft
  • Ausdauer
  • Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit
  • Interkulturelle Kompetenz
 

Das deutsche Schulsystem verstärkt die Benachteiligung von Schülern aus sozial schwachen Familien (bildungsferne Schichten, sowie vielen Migrantenfamilien, deren Familien überwiegend den sozial schwächsten Schichten zuzurechnen sind) bei den fachlichen, wie auch bei den überfachlichen Qualifikationen.

Mit mehr Zeit im Schulalltag und einer „Ausmistung“ des momentanen Lehrplans würde eine Chancengleichheit aller Schüler (auch) zum Erwerb von Kompetenzen und somit Schlüsselqualifikationen erhöht werden.

Die Qualifikation, Leistungsfähigkeit und Motivation der zukünftigen Arbeitnehmer, die unsere Schüler im heutigen Bildungssystem erhalten, entscheiden über die weitere Entwicklung der deutschen Gesellschaft, wie auch der deutschen Wirtschaft. Dabei haben wir Lehrer die Schlüsselrolle für die Qualität des Schulsystems. Lehrer bilden die Jugend, wirken an deren Erziehung mit und tragen entscheidend zur Qualität der Schule bei. Somit sind sie mitverantwortlich für den Bildungserfolg. Um unseren Schülern das mit auf den Weg geben zu können, müssen wir wissen, was von ihnen in der zukünftigen Arbeitswelt erwartet wird. Wir müssen zum einen wissen, welche Voraussetzungen unsere Schüler erfüllen müssen, um „employable“ zu sein und zum andern müssen wir fähig sein, dieses Wissen und diese Fähigkeiten zu vermitteln.

Um diesen veränderten Aufgaben gerecht werden zu können, brauchen wir an unserer Schule veränderte Rahmenbedingungen (für Schüler, Lehrer und Eltern) und sehen uns als „Schule im Aufbruch“.

 

 

Schlüsselqualifikationen

  • Basis schaffen
  • Soziales Lernen
  • Lernen lernen
  • Systementlastung Lehrkraft (LK) durch
  • Delegation an Schüler (SuS)
  • „Visionalisierung“ von Schlüsselqualifikationen, z.B.

     Lernen lernen (s.o.)
     Problemlösefähigkeit
     Handlungsorientierung
     Motivation (extrinsisch/ intrinsisch)

  • Anschaulichkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Transfer
  • Selbstvertrauen fördern durch
  • allgemeines Wissen/ Allgemeinwissen
  • Lebenspraktischer Unterricht
  • Fachunterricht
  • Sozialkompetenzen
  • sicheres Autreten
  • SuS: „Was will ich/ brauche ich für mein Leben?“

Kompetenzen

  • Anschaulichkeit
  • Nachhaltigkeit
  • Transfer
  • Selbstvertrauen fördern durch
  • allgemeines Wissen/ Allgemeinwissen
  • Lebenspraktischer Unterricht
  • Fachunterricht
  • Sozialkompetenzen
  • sicheres Autreten
  • SuS: „Was will ich/ brauche ich für mein Leben?“